Alexandrit – Herkunft und Wert aus Narsipatnam
Der Name Alexandrit geht auf Zar Alexander II. von Russland zurück. Die ersten Vorkommen wurden 1830 im Uralgebirge entdeckt – der Legende nach an Alexanders 18. Geburtstag. Die außergewöhnliche Qualität und der intensive Farbwechsel machten den Edelstein schnell zu einem Liebling unter Sammlern.
Wie viel ist Narsipatnam-Alexandrit wert?
Wie bei allen Farbedelsteinen wird der Wert von Narsipatnam-Alexandrit durch eine Kombination aus Farbe, Reinheit, Schliff und Karatgewicht bestimmt. Diese Kriterien helfen dabei, den passenden Stein für Ihre Alexandrit-Schmuckkollektion auszuwählen.
Farbe des Narsipatnam-Alexandrits
Alexandrit zählt zu den Edelsteinen mit den spektakulärsten Farbwechseln in der Natur. Ein idealer Alexandrit zeigt grün bis bläulich-grün bei Tageslicht und wechselt zu rot bis purpurrot bei Kunstlicht.
Dieser Edelstein weist ein starkes Pleochroismus-Verhalten auf – das bedeutet, dass er je nach Blickwinkel unterschiedliche Farben zeigt. Narsipatnam-Alexandrit kann Farbtöne von Smaragdgrün über Rot bis hin zu orangegelben Tönen zeigen. Besonders deutlich vollzieht sich der Farbwechsel unter künstlichem Licht, während er im Tageslicht oft subtiler wirkt.
Dieser faszinierende Effekt und die Nähe zur klassischen Farbpalette machen Narsipatnam-Alexandrit zu einer beliebten und zugleich erschwinglicheren Alternative zu russischem Alexandrit.
Reinheit (Clarity)
Alexandrit weist oft Einschlüsse auf. Besonders begehrt sind Steine mit hoher Klarheit und klarem Farbwechsel. Manche Edelsteine enthalten lange, dünne Einschlüsse, die einen Katzenaugeneffekt erzeugen – ein seltenes Phänomen, das den Wert zusätzlich steigert.
Schliff (Cut)
Der Schliff bei Alexandrit ist anspruchsvoll, da der Stein je nach Winkel andere Farben zeigt (Pleochroismus). Ziel ist es, einen deutlichen Farbwechsel durch die Oberseite (Krone) sichtbar zu machen. Beliebte Formen sind rund, oval, tropfenförmig oder dreieckig.
Karat (Carat)
Alexandrit kommt oft in kleinen Größen vor. Exemplare über 3 Karat sind selten, Steine über 5 Karat waren früher fast nur im russischen Ural zu finden. Wie bei den meisten Edelsteinen steigt der Preis mit zunehmender Größe.
Farbwechsel-Effekt
Der berühmte Farbwechsel bei Alexandrit entsteht durch die starke Lichtabsorption im gelben und blauen Spektralbereich. Der Wechsel von Grün bei Tageslicht zu Rot bei Kunstlicht ist das Markenzeichen des Steins. Je intensiver dieser Effekt, desto wertvoller der Edelstein. Manche Exemplare zeigen einen vollständigen Farbwechsel, andere nur eine leichte Veränderung – letzteres mindert den Wert.
Behandlung
Narsipatnam-Alexandrit wird in der Regel nicht behandelt. Er ist ein natürlich farbwechselnder Edelstein, so wie er aus der Erde kommt.
Pflege und Reinigung
Mit einem Härtegrad von 8,5 auf der Mohs-Skala zählt Alexandrit zu den besonders robusten Edelsteinen. Er ist ideal für den täglichen Gebrauch – etwa in Ringen, Armbändern oder Anhängern.
- Reinigung: Mit lauwarmem Wasser, milder Seife und einer weichen Bürste. Danach mit klarem Wasser abspülen und mit einem fusselfreien Tuch trocknen.
- Ultraschall- und Dampfreinigung sind in der Regel unbedenklich.
- Am besten separat in einem weichen Tuch oder stoffgefütterten Etui aufbewahren, um Kratzer zu vermeiden.
Wer sollte Narsipatnam-Alexandrit tragen?
Dank seines Chamäleon-Effekts eignet sich Alexandrit ideal für Tages- oder Abendveranstaltungen. Er passt zu Silber, Platin oder Gold, wobei Gelb- und Roségold den Farbwechsel besonders schön zur Geltung bringen.
Auch für Verlobungsringe ist er eine beliebte Wahl – langlebig, edel und außergewöhnlich. Kombiniert mit Edelsteinen wie Topas, Zirkon, Saphir oder Diamant wirkt Alexandrit besonders modern.
Vergleich mit anderen Farbwechselsteinen
Alexandrit wird oft mit Farbwechsel-Granat, Spinell oder Saphir verwechselt. Kaum ein Stein zeigt jedoch einen so lebendigen, intensiven Farbwechsel wie echter Alexandrit.
Herkunft von Narsipatnam-Alexandrit
- Ursprünglich entdeckt 1830 im russischen Ural.
- Weitere bedeutende Fundorte: Sri Lanka, Brasilien (seit 1997), Tansania, Madagaskar.
- In Andhra Pradesh, Indien, wurde 1996 erstmals Alexandrit im Araku-Tal entdeckt.
- ShopLC bezieht seinen Alexandrit aus der Narsipatnam-Mine in dieser Region.
Abbau
Der Abbau erfolgt meist in Gräben oder offenen Gruben, teilweise auch in unterirdischen Stollen. Der Stein entsteht in granitischen Pegmatiten und Glimmerschiefern.
Geburtsstein und Geschenkidee
- Alexandrit ist ein moderner Geburtsstein für Juni.
- Traditionelles Geschenk zum 45. und 55. Hochzeitstag.







